Aktuelles/Wissenswertes

10.04.2013

Angespanntes Arbeitsklima rechtfertigt noch keinen Mobbing-Vorwurf

LAG Düsseldorf, Urteil vom 26. März 2013 - 17 Sa 602/12

Mobbing ist das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskrimieren durch Kollegen oder Vorgesetzte. Hierfür ist der Arbeitgeber darlegungs- und beweispflichtig. Eine länger andauernde Konfliktsituation reicht hierfür grundsätzlich ebenso wenig aus wie eine - vom Direktionsrecht gedeckte - Zuweisung unliebsamer Tätigkeiten oder drastische Kritik des Vorgesetzten. Nach inzwischen höchstrichterlicher Rechtsprechung (BAG, Urteil vom 25.10.2007 - 8 AZR 593/06) hat der Gesetzgeber mit der Definition des Begriffes "Belästigung" im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) letztlich auch den Begriff des "Mobbing" umschrieben. Belästigung ist danach definiert als eine Benachteiligung, wenn unerwünschte Verhaltensweisen bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichtenes Umfeld geschaffen wird.