Aktuelles/Wissenswertes

05.12.2013

Gefährdungsbeurteilung muss auch psychische Belastungen erfassen

Gesetzesänderung

Versteckt in Artikel 8 des Bundesunfallkassenneuordnungsgesetzes ist jetzt endlich das Arbeitsschutzgesetz geändert worden. Das Gesetz vom 19. Oktober 2013 ist im Bundesgesetzblatt am 24. Oktober 2013 verkündet worden:

 

Die Änderungen beziehen sich auf die §§ 4 und 5 des Arbeitsschutzgesetzes. Es heißt nunmehr:

 

  • § 4 Allgemeine Grundsätze
    (1) Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird. ...
  • § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen
    (1) Der Arbeitgeber hat durch die Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
    (2) ...
    (3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch
    1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
    2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
    3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
    4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,
    5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
    6. psychische Belastungen bei der Arbeit.